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Kosten durch Nadelstichverletzungen

gpk-safety-nadelstichverletzungIm Gesundheitsdienst zählen Nadelstichverletzungen (NSV) zu den häufigsten Arbeitsunfällen. Während in der Chirurgie meist Verletzungen an massiven Instrumenten im Vordergrund stehen, kommt es in anderen Bereichen überwiegend zu Verletzungen an Hohlnadeln, sogenannten Kanülenstichverletzungen (KStV).
Mit Nadelstichverletzungen sind vielfältige Risiken verbunden, im Vordergrund der Diskussion stehen dabei meist Infektionen und psychische Folgen bis hin zur posttraumatischen Belastungsstörung, ausgelöst durch die Angst vor einer möglichen Infektion.

Ein weiterer Aspekt des Risikos sind jedoch auch die Kosten, die durch diese Verletzungen entstehen. Hierbei gilt es, zwischen gemeldeten Nadelstichverletzungen und nicht gemeldeten Nadelstichverletzungen zu unterscheiden. Während bei den gemeldeten Nadelstichverletzungen in erster Linie die Kosten durch die nach der Exposition notwendigen Prozesse im Vordergrund stehen, resultieren aus den nicht gemeldeten Verletzungen einige Serokonversionen und Erkrankungen, deren Langzeitkosten für diese Kategorie zu berücksichtigen sind.

Quelle: ErgoMed/Praktische Arbeitsmedizin 3/2011 (35) S.8–12